Es war ein mal ein deutscher Forscher. Der war von Alkohol genauso begeistert wie wir. Und wenn er ihn nicht gerade trank, um seinen Frust auf die deutschen Behörden loszuwerden, band er an ihm Wasserstoff.
Die Rede ist von Carbazol. An diesem Stoff kann Wasserstoff mittels Ethylen ohne viel Aufwand gebunden werden und so gespeichert werden, ohne dass man einen Druck von ~700 bar erzeugen muss. In einer Brennstoffzelle würde die Bindung wieder getrennt werden. Außerdem verhindert es “versehentliche” Reaktionen wie bei diversen großen Luftschiffen geschehen und lässt sich recyclen.
Hört sich toll an ? Finde ich auch. Nur manche Behörden — mit Namen Verkehrsministerium — merken das wohl nicht. Zumindest tun sie offiziell so, als wären sie hellauf begeistert und nennen es schon “das Wundermittel”, der Antrag auf Fördermittel wurde aber nach nun 5 Monaten … immer noch nicht beantwortet.
Und dann gibt es da noch die lieben Lobbyisten, in diesem Fall der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband DWV. Diese bezichtigen die chemische Speicherung von Wasserstoff der “Schlechten Energiebilanz”, “kompliziert”, “kostet Geld”, “Verunreinigungen” und mehr. Eine attraktives Verfahren sei laut deren Sprecher “nicht in Sicht”. Stattdessen baut Daimler zum Beispiel lieber 700Bar Tanks in normale Autos ein und wollen diese ab 2014 in Großserie produzieren.
Anders gestimmt ist da zumindest BMW, die Arls (so heißt der Mann) Forschung unterstützen will, sobald das Ministerium zusagt, die Technik aber eher “realitätsfern” hält.
An dieser Stelle sollte ich vielleicht so was wie ein Fazit schreiben, da ich bei der Story aber eher den Kopf schütteln musste und auch von Carbazol noch nicht viel Ahnung habe, lasse ich das lieber.
Bis später (so 2014), Yoschi :)

